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Verteidigung im Sexualstrafrecht

Zum Sexualstrafrecht zählen Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gemäß §§ 174 ff StGB, also sexueller Missbrauch, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung (Vergewaltigung ist eine sexuelle Nötigung in einem besonders schweren Fall) gem. § 177 StGB, Förderung sexueller Handlungen und sexuelle Beleidigung. Die Verteidigung gegen Delikte wegen Umgangs mit kinderpornografischen Dateien oder Schriften hat Bezüge zum Sexualstrafrecht, erfordert darüber hinaus jedoch weiteres Fachwissen des Verteidigers.

Die "Nein-heißt-Nein"-Kampagne hat 2016 zu einer Neufassung und Verschärfung des Sexualstrafrechts geführt. § 177 StGB umfasst nun sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung. Die Anforderungen an effektive Strafverteidigung sind deutlich gestiegen.

Sie brauchen keinen Rechtsanwalt, Sie brauchen einen erfahrenen Strafverteidiger!

Strafverteidigung in diesen Bereichen erfordert taktisches und psychologisches Geschick und gegebenenfalls große Konfliktbereitschaft des Strafverteidigers. Bürger, die mit dem Vorwurf eines Sexualdeliktes konfrontiert werden, sind einer besonderen Belastungssituation ausgesetzt; die Kollateralschäden sind häufig existentiell. Sexualstrafverfahren sind moralisch und emotional, dem Beschuldigten schlägt häufig große Empörung entgegen, gelegentlich werden solche Verfahren von einer entsprechenden medialen Berichterstattung begleitet. In dieser Situation benötigt er einen Verteidiger an seiner Seite, der über Erfahrung, Know-How und den eisernen Willen verfügt, die Interessen seines Mandanten auch gegen Widerstände durchzusetzen.


Sind Sie oder ein Familienangehöriger Beschuldigter einer Vergewaltigung, sexuellen Nötigung oder Missbrauchs oder eines sonstigen Delikts aus dem Sexualstrafrecht?

Im Falle einer polizeilichen Vorladung zu einer Vernehmung kontaktieren Sie umgehend einen erfahrenen Strafverteidiger. Unterschätzen Sie die Situation nicht. Beschuldigte, egal ob schuldig oder unschuldig, unterliegen dem natürlichen Reflex sich zu erklären, im Vertrauen darauf, dass die Vorwürfe fallen gelassen werden. Ob eine solche Vorgehensweise Erfolg haben wird, ist von Fall zu Fall individuell zu entscheiden und erfordert zunächst umfassende Akteneinsicht durch Ihren Verteidiger. Es gilt daher immer:
Machen Sie von Ihren Rechten als Beschuldigter Gebrauch
, gehen Sie nicht zur polizeilichen Vernehmung, sondern beauftragen Sie umgehend einen Verteidiger.

Bestimmte Familienangehörige haben ein Zeugnisververweigerungsrecht gemäß § 52 StPO. Auch diesen ist immer zu raten, zunächst im Fall einer Vorladung davon Gebrauch zu machen.

Der Strafverteidiger hat Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens!

Wirkungsvolle Verteidigung muss früh beginnen. Dies gilt für alle strafrechtlichen Vorwürfe, insbesondere aber für Vorwürfe aus dem Bereich des Sexualstrafrechts. Der Strafverteidiger, der möglichst frühzeitig beauftragt wird, hat eine Vielzahl an Instrumentarien zur Verfügung, auf die Beurteilung der Aussage des vermeintlichen Opfers durch die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Einfluss zu nehmen und eine Anklage zu verhindern.

Fälle im Bereich des Sexualstrafrechts, bspw. Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und Missbrauch, beinhalten meistens eine sog. Aussage gegen Aussagekonstellation. Das heißt, die Aussage des Opfers und die Aussage des Täters stehen sich als einzige Zeugenaussagen zum Kerngeschehen gegenüber. Auch wenn der Beschuldigte schweigt, was dringend zu empfehlen ist, liegt eine Aussage gegen Aussagekonstellation vor.

Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes stellt in diesen Fällen besonders hohe Anforderung an die Beweiswürdigung durch die Gerichte. Häufig ist die Hinzuziehung eines aussagepsychologischen Sachverständigen geboten. Der Strafverteidiger im Sexualstrafrecht muss daher auch besondere Kenntnisse im Bereich der Aussagepsychologie besitzen, um entsprechende Gutachten auszuwerten und die Schwachpunkte aufzudecken.

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