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Strafverteidigung gegen Körperverletzungsdelikte

Der Vorwurf der Körperverletzung ist nicht zu unterschätzen. Aus einer anfänglichen Streitigkeit entwickeln sich häufig körperliche Auseinandersetzungen, die eskalieren. Greift einer der Beteiligten zu einem gefährlichen Gegenstand oder bekommt er Unterstützung durch eine Person, die sich an der Körperverletzung beteiligt, kann bereits der Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung vorliegen, der mit Mindestfreiheitsstrafe von 6 Monaten bestraft werden kann.

Haben Sie eine Vorladung wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung erhalten, sollten Sie unbedingt von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. Beauftragen Sie einen Strafverteidiger. Wir werden den Termin zur Beschuldigtenvernehmung für Sie absagen und die Ermittlungsakte für Sie auswerten. Anschließend werden wir gemeinsam erörtern, ob es sinnvoll ist, sich zur Sache in Form einer Verteidigererklärung zu äußern oder weiter zu schweigen.

In Verfahren wegen Körperverletzung kann es auch angebracht sein, mit den Geschädigten einen sogenannten Täter-Opfer-Ausgleich zu vereinbaren. Ein solcher sollte zwingend nur von dem Verteidiger mit dem Geschädigten oder dessen Rechtsanwalt vereinbart werden, da gemäß § 46a StGB bestimmte Voraussetzungen gewahrt werden müssen und zudem die direkte Kontaktaufnahme des Beschuldigten mit dem Geschädigten dem Beschuldigten negativ ausgelegt werden können. Ein wirksamer Täter-Opfer-Ausgleich kann sich erheblich strafmildernd für den Beschuldigten auswirken.

 

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Der Gesetzeswortlaut lautet wie folgt:

§ 223 StGB Körperverletzung

(1) Wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

§ 224 StGB Gefährliche Körperverletzung

(1) Wer die Körperverletzung 

  1. durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen,
  2. mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs,
  3. mittels eines hinterlistigen Überfalls,
  4. mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
  5. mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung

begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.


§ 226 StGB Schwere Körperverletzung

(1) Hat die Körperverletzung zur Folge, daß die verletzte Person 

  1. das Sehvermögen auf einem Auge oder beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verliert,
  2. ein wichtiges Glied des Körpers verliert oder dauernd nicht mehr gebrauchen kann oder
  3. in erheblicher Weise dauernd entstellt wird oder in Siechtum, Lähmung oder geistige Krankheit oder Behinderung verfällt,
    so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

(2) Verursacht der Täter eine der in Absatz 1 bezeichneten Folgen absichtlich oder wissentlich, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.

(3) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 2 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.

§ 227 StGB Körperverletzung mit Todesfolge

(1) Verursacht der Täter durch die Körperverletzung (§§ 223 bis 226) den Tod der verletzten Person, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.

(2) In minder schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.

§ 229 StGB Fahrlässige Körperverletzung

Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.